Ausstellung "en face"
 Gisèle Freund fotografiert von Tom Fecht

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09. September bis 08. November 2001 im Museum der Dinge im Martin-Gropius-Bau Berlin

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Die Ausstellung der Arbeiten des Berliner Künstlers Tom Fecht bringt das bewegende Altersportrait einer jüdischen Emigrantin zurück in ihre Geburtsstadt Berlin.
 
Am Abend des 30. Mai 1933 saß die damals 24-jährige SoziologieStudentin Gisèle Freund im Zug nach Paris, um der Verhaftung durch die SS zu entgehen. Ihre Emigration sollte sie 13 lange Jahre bis nach Argentinien führen. 1946 baute sie sich in Paris ein zweites Zuhause
auf.
 
Obwohl sie nie wieder deutschen Boden betreten wollte, folgte sie 1987 der Einladung des Werkbundarchivs mit einer Ausstellung ihrer eigenen Arbeiten und einer Reihe von Vorträgen im überquellenden Kinosaal des Martin-Gropius-Baues, wo der lakonische Witz und die freimütig-unverblümte Erzählfreude der über Achtzigjährigen bei ihren Zuhörern Bewunderung und Lachsalven auslösten.

Das Museum der Dinge

Das Museum der Dinge zeigt Ausstellungen zur Geschichte der Warenästhetik seit 1800. 28 Jahre nach seiner Gründung umfassen die Sammlungen des Museums rund 200.000 Objekte und Dokumente. Es ist als Werkbundarchiv zugleich ein Forschungsinstitut mit einer umfangreichen Dokumentation zur historischen Produktkultur in Deutschland.
 
Zeitgleich zur aktuellen Ausstellung en face ist die ständige Sammlung des Museums der Dinge zu sehen: Asche und Diamant. Das Museum stellt hier sein eigenes Sammlungkonzept vor, fragt nach den Motiven und Grenzen der Leidenschaft des Sammelns und eröffnet ungewohnte Perspektiven auf gewöhnliche Dinge des täglichen Lebens.